Sie waren die„Gründungsväter des Eisenbahnersportvereins(ESV) - Die Eisstockschützen. Da seit zwei Jahren kein Spielbetrieb mehr stattfand, wurde die Abteilung nun abgemeldet, wie in der Jahreshauptversammlung am Freitag mitgeteilt wurde. Trotz einer parallel stattfindenden Geburtstagsfeier bei den Keglern waren zahlreiche Mitglieder zur Versammlung des ESV ins Tennisheim gekommen. In seinem Jahresrückblick war Vorsitzender Adolf Kieweg vor allem auf die angespannte Finanzsituation des Vereins eingangen. So zeigte sich der Vorsitzende erleichtert, dass die Kanalanschlussgebühren vom Bundeseisenbahnvermögen beglichen worden waren. Die Hausanschlüsse zur Kegelbahn und zum Tennisheim im kommenden Frühjahr würden in Eigenregie durchgeführt, was die angespannte Finanzsituation des ESV weiter entlastet. Zudem freute er sich das auch die 1997 installierte Solaranlage in etwa einem halben Jahr bezahlt sein wird.
Grundstückskauf eine „unendliche Geschichte":
Einzig „die unendliche Geschichte" des Grundstückkaufs sei noch zu keinem Ende gekommen. Zur Zeit hat der ESV noch keine finanziellen Nachteile, ein Pachtzins muss erst bei unter 50 Prozent Eisenbahn-Mitgliedern gezahlt werden. Hier ergänzte Schriftführer Gerhard Krejci, dass aktuell von 407Mitgliedern 204 Eisenbahner seien. Weitere Erläuterungen zum Kauf sprach der Verbandsvorsitzende der deutschen ESV Bezirk Bayern Nord Johannes Kulacz in seinem Grußwort an. Zunächst würden Kaufwünsche von Miete zahlenden Eisenbahnervereinen bearbeitet. Stolz und mit einem Schmunzeln verbunden stellte Kulacz fest, dass er seinen Rekord, seit1993 jede Jahreshauptversammlung des ESV Plattling besucht zu haben, weiter ausbauen konnte. Kassier Boris Konrad zeigte sich in seinem Bericht überzeugt, dass der ESV, trotz leicht gewachsener Belastungen, bald wieder auf festen Beinen stehen wird.
Licht und Schatten nannten die Berichte der einzelnen Abteilungsleiter - so musste Johann Loidl schweren Herzens die Abmeldung der Eisschützen bekannt geben. Bereits seit zwei Jahren hatte kein Spielbetrieb mehr statt gefunden.
Auch die Kegler hatten kein „glückliches Jahr" , so Abteilungsleiter Matthias Altmann. Neben dem Abstieg der ersten Herrenmannschaft hatte die erste Damenmannschaft diesen gerade noch verhindert. Einzig die Stadtmeisterschaft der Kegler war ein Erfolg.
Von deutlich mehr Licht konnten Ludwig Eigner und Jugendleiter Michael Habereder aus der Tennisabteilung berichten. Die Tennisjugend absolvierte eine erfolgreiche Saison in der Spielgemeinschaft mit dem TC Rotweiß-Deggendorf. Alle spielwilligen Jugendlichen konnten somit am Spielbetrieb teil nehmen, für die  kommende Saison konnte gar eine eigene Mannschaft für Kleinfeld benannt werden. Die Senioren55 konnten ihren Meistertitel nach Änderung der Spielmodi nicht verteidigen, obschon sie ihre Gruppe gewannen.
Ein halbes Jahrhundert Treue zum Verein: Unter viel Beifall und Anerkennung nahmen Adolfi Kieweg, Johannes Kulacz und 3.Bürgermeister Roman Fischer die Ehrungen der Jubilare vor: für 25 Jahre geehrt wurden Gerda Posch und Eligius Frammelsberger mit Urkunde und Silberabzeichen; für 40 Jahre Josef Duschl, Johann Hofstetter und Gerhard Krejci mit Urkunde, Abzeichen in Gold und Silberteller; für 50 Jahre Anton Bernauer, Walter Frammelsberger, Hilde und Max Heigl, Siegfried Saller und Erhard Schramm mit Urkunde, Abzeichen in Gold und Präsenten.